Warteraum für gehörlose und schwerhörige Jugendliche
Habt Ihr schon davon gehört? Im Düsseldorfer Hauptbahnhof gibt
es seit dem 1. September 2006 einen Warteraum. Der Warteraum ist nur
für gehörlose und schwerhörige Jugendliche da. Er ist zu bestimmten Zeiten
geöffnet. Erwachsene, die gebärden können, sind auch da.
Warum dieser besondere Warteraum? Auf dem Düsseldorfer Hauptbahnhof
müssen viele Jugendliche umsteigen. Sie fahren zu den Schulen in Essen,
Wuppertal und anderswo. So ist der Bahnhof ein Treffpunkt. Aber es gab
keinen Platz für so eine große Gruppe. Die Jugendlichen standen und saßen
auf Treppen und in den Gängen und „plauderten“. Das hat gestört – die Jugendlichen,
wenn die anderen Reisenden vorbeiliefen, und die Reisenden, wenn die Jugendlichen
ihnen im Weg standen. Darum hat man den Warteraum eingerichtet.
Und wie sieht der aus? Wir haben hier ein paar Photos für euch.
Der Raum hat eine große Glasscheibe. Die Jugendlichen verstecken sich nicht,
jeder kann hineinschauen. Wenn Hörende die Jugendlichen und ihre Gebärdensprache
interessant finden, können sie einfach hineingehen. Im Warteraum gibt es
eine Küche, Tische und Stühle, einen Computer mit Internetanschluss, Webcam
und Faxgerät sowie einen Fernseher und einen Kicker. Eine Tageszeitun,
der „Deutsche-Gehörlosen-Report“ und die „Deutsche Gehörlosen-Zeitung“
liegen zum Lesen aus.
Ende April gab es die Ausstellung „Lebendige Hände“, bei der
Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern von drei Schulen für Hören und
Kommunikation aus Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen ausgestellt und zum
Verkauf angeboten wurden. Der Warteraum ist noch ein Versuch, und im Herbst
2007 ist der Versuch zu Ende. Wenn der Warteraum weiter geöffnet bleiben
soll, muss Geld gesammelt werden.
Also, was meint Ihr? Wie findet Ihr die Idee eines eigenen
Warteraumes für gehörlose und schwerhörige Jugendlich? Schreibt uns doch
unten einfach eure Meinung (Kommentar).