Warteraum für gehörlose und schwerhörige Jugendliche

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(Hier ein aktueller Bericht vom 17.09.2007 in der Aachener Zeitung)

Habt Ihr schon davon gehört? Im Düsseldorfer Hauptbahnhof gibt es seit dem 1. September 2006 einen Warteraum, der speziell für gehörlose und schwerhörige Jugendliche eingerichtet wurde. Zu bestimmten Zeiten ist er geöffnet, Betreuung ist ebenfalls da.

Wie kam es dazu? Der Düsseldorfer Hauptbahnhof war immer schon eine Drehscheibe für gehörlose und schwerhörige junge Menschen aus dem Rheinland, denn viele müssen dort auf dem Weg zu ihren Weiterbildungsstätten, zu ihren Schulen in Essen, in Wuppertal und anderswo vorbei. So entwickelte sich der Ort zu einem richtigen Treffpunkt, nur gab es keinen Platz für große Gruppen Jugendlicher, sie saßen auf den Treppen oder mussten im Stehen in den Gängen vorlieb nehmen. Deshalb wurde mit Hilfe von einer Stiftung der deutschlandweit erste betreute Warteraum für gehörlose und schwerhörige Jugendliche eingerichtet, so dass sie nicht von vorbeieilenden Reisenden in ihrer Kommunikation gestört wurden und sich weiter im Bahnhof treffen konnten.

warteraum1.jpgwarteraum3.jpgUnd wie muss man sich das vorstellen? Wir haben hier ein paar Photos für euch: der Raum ist vorne verglast als ein Zeichen, dass die Jugendlichen sich nicht verstecken, aber dennoch „unter sich“ sein können. So fällt es aber auch Interessierten leichter, den Raum zu betreten und sich über die Gehörlosenkultur zu informieren. Im Warteraum gibt es eine Küche, Tische und Stühle, einen Computer mit Internetanschluss, Webcam und Faxgerät, sowie einen Fernseher und einen Kicker. Eine Tageszeitung sowie der Deutsche-Gehörlosen-Report und die deutsche Gehörlosen-Zeitung liegen ebenfalls aus.

Wie wir schon berichtet haben, gab es Ende April die Ausstellung „Lebendige Hände“, bei der Kunstwerke von Schülerinnen und Schülern von drei Schulen für Hören und Kommunikation aus Düsseldorf, Essen und Gelsenkirchen ausgestellt und zum Verkauf angeboten wurden. Denn eigentlich läuft das Projekt im Herbst 2007 aus und es muss Geld gesammelt werden, damit der Warteraum weiterhin erhalten bleibt. Hier könnt Ihr ein paar Photos von der Ausstellungseröffnung sehen!

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Also, was meint Ihr? Wir würden gerne wissen, wie Ihr die Idee eines eigenen Warteraumes für gehörlose und schwerhörige Jugendliche findet? Dann schreibt unten einen Kommentar!

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3 Antworten auf “Warteraum für gehörlose und schwerhörige Jugendliche”

  1. Daniela Krosl schreibt:

    Hallo, durch habe ich im Internet geschaut, da finde ich sehr toll, dass in Düsseldorf -Hauptbahnhof für Hörgeschädigte im Warteraum!

    Ich wünsche dass im Wartezimmer sollte weitergehen für immer!

    Ich wünsche euch viel erfolg und verbleiben in der Zukunft alles Gute!

    MFG. D.Krosl

  2. Daniela Schanzenbach schreibt:

    Hallo,

    die Jugendliche können auch die Handwerken oder irgendwelche zum Basteln machen. Durch die Umsatz kann die Warteraum noch erhalten.

    Super, dass ihr die Wartezimmer noch habt. Ich wünsche euch viel Erfolg und Glück… alles Gute.

    Mfg. Daniela Schanzenbach.

  3. Gartenmöbel schreibt:

    Super Post, macht immer Spass hier mitzulesen :)

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